Saures für die SGL – zweite Niederlage in Folge

von MK

Saures statt Süßes gab es für die SG Lauterstein am Halloween-Abend in der heimischen Kreuzberghalle. Gegen den TSV Denkendorf mussten sich die Blau-Gelben nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung mit 25:31 (9:13) geschlagen geben. Damit kassiert die Mannschaft von Trainer Markus Stuber die zweite Niederlage in Folge und steht nach sechs Spieltagen mit 8:4 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Stimmung bei den Lautsteinern war nach dem Schlusspfiff entsprechend gedrückt. Vor allem im Angriff erwischte die SGL einen gebrauchten Abend. Zu viele freie Möglichkeiten blieben ungenutzt und verhinderten, dass sich die Mannschaft für eine zunächst ordentliche Abwehrleistung belohnen konnte.

Dabei begann die Partie eigentlich nach dem Geschmack der Blau-Gelben. Luca Helfrich und Tim Lackinger brachten die SGL mit 2:0 in Führung. Doch bereits in den folgenden Minuten zeigte sich, was die Lautersteiner an diesem Abend begleiten sollte. Im Angriff wurden gute Möglichkeiten liegengelassen und Denkendorf fand zunehmend besser in die Partie. Nach gut zehn Minuten gingen die „Dolphins“ beim 2:3 erstmals in Führung und sollten diese bis zum Ende nicht mehr aus der Hand geben. Während die Lautersteiner Defensive zu Beginn noch ordentlich stand, machte sich die Mannschaft durch ihre mangelhafte Chancenverwertung das Leben selbst schwer. Denkendorf nutzte die Fehler konsequenter und setzte sich bis zur 16. Minute auf 4:8 ab. Zwar verkürzte die SGL zwischenzeitlich wieder auf 8:9, doch anstatt den Ausgleich zu erzielen, folgte erneut eine schwache Phase. Die Gäste zogen bis kurz vor der Pause auf 8:13 davon. Tim Lackinger verkürzte per Siebenmeter noch auf 9:13, ehe es in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein anderes Bild. Die Halbzeitansprache von Trainer Markus Stuber schien Wirkung gezeigt zu haben. Die SGL kam deutlich aktiver aus der Kabine, erhöhte den Druck in der Abwehr und erarbeitete sich dadurch Ballgewinne und einfache Tore. Sebastian Clement traf doppelt, Tim Lackinger und Luca Helfrich legten nach und plötzlich war die Partie wieder völlig offen. In der 39. Minute sorgte Kapitän Mario Kölle mit seinem Treffer zum 14:14 erstmals seit der Anfangsphase wieder für den Ausgleich. Doch die SGL schaffte es nicht, die Partie endgültig zu drehen. Statt selbst in Führung zu gehen, verfielen die Blau-Gelben wieder in die Muster der ersten Halbzeit. Im Angriff fehlte erneut die Konsequenz und Denkendorf nutzte diese Phase eiskalt. Mit vier Treffern in Folge setzten sich die Gäste innerhalb weniger Minuten wieder auf 14:18 ab. Von diesem Rückschlag erholte sich Lauterstein nicht mehr entscheidend. Zwar versuchte die SGL weiterhin, den Rückstand zu verkürzen, wirklich gefährlich nahe kam sie den Gästen aber nicht mehr. Beim 19:22 in der 49. Minute bestand noch einmal die Möglichkeit, die Partie spannend zu machen. Doch erneut ließ die Mannschaft ihre Chancen liegen, während die Denkendorfer ihre Angriffe deutlich konsequenter zu Ende spielten. Über 20:25 und 23:28 gingen die Gäste schließlich in die Schlussminuten und brachten ihren Vorsprung sicher über die Zeit. Nach 60 Minuten stand ein enttäuschendes 25:31 auf der Anzeigetafel.

Gerade offensiv zeigte die SGL an diesem Abend zu wenig, um gegen eine ambitionierte Verbandsligamannschaft wie den TSV Denkendorf etwas Zählbares in der Kreuzberghalle zu behalten. Die Gäste spielten sicherlich ebenfalls kein fehlerfreies Handballspiel, waren in den entscheidenden Phasen aber konsequenter und verdienten sich damit die beiden Punkte. Deutliche Worte fand nach der Partie auch Co-Trainer Michael Lackinger: „Wenn man in dieser Liga nicht 110 Prozent gibt, gewinnt man keine Spiele. Vor allem im Angriff war das heute einfach zu wenig. Es ist jetzt schon das fünfte Spiel in dieser Saison, in dem wir uns zu viele Fehlwürfe erlauben. Daran müssen wir arbeiten, wenn wir wieder in die Erfolgsspur kommen wollen.“ Durch die zweite Niederlage in Folge fällt die SGL mit nun 8:4 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz zurück. Allzu groß ist der Schaden allerdings noch nicht. Auch die Mannschaften an der Tabellenspitze ließen zuletzt Punkte liegen, wodurch die ersten sechs Plätze weiterhin eng beieinanderliegen. Mit einem Erfolgserlebnis können die Blau-Gelben deshalb schnell wieder den Anschluss nach oben herstellen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Sonntag. Dann empfängt die SG Lauterstein den HV Rot-Weiß Laupheim in der Kreuzberghalle. Bis dahin gilt es, in einer konzentrierten Trainingswoche vor allem an der Chancenverwertung und der nötigen Konsequenz im Angriff zu arbeiten, damit es nach zuletzt zweimal Saurem möglichst schnell wieder etwas zu feiern gibt.

 

SG Lauterstein: T. Lackinger (8/3), Bäuerle (6), Nagel (3), Helfrich (2), Clement (2), Kölle (2), L. Lenz (1), Ziller (1), Fy. Lackinger, Fa. Lackinger, Fetscher, Eberhardt, B. Lenz, Schattner. Im Tor: Weiland, Steuernagel.