Ein Wiedersehen mit Derby-Charakter

von MK

Drei Spiele, drei Siege. Nach dem 17:32 (10:16) beim HC Oppenweiler/Backnang 2 führt die SG Lauterstein die Verbandsliga an. Am Freitag um 20:00 Uhr kommt der TSV Deizisau in die Kreuzberghalle, ein Gegner, den man im Lautertal aus vergangenen Oberliga-Zeiten gut kennt.

Mit 6:0 Punkten ist die SGL das einzige Team ohne Minuspunkt. Deizisau steht mit 3:5 Punkten auf Platz acht, drei Pluspunkte dahinter. Die Rollen haben sich verschoben. „Mit drei Siegen aus drei Spielen sind wir optimal in die Saison gestartet und schon früh Tabellenführer. Damit sind wir die Gejagten, und jeder Gegner wird alles daran setzen, uns die erste Niederlage beizubringen", sagt Trainer Markus Stuber.

In der Saison 2024/25 trennte beide Mannschaften am Ende ein einziger Punkt. Die SGL rettete sich im Saisonfinale mit dem 34:31 gegen Schmiden aus eigener Kraft, Deizisau stieg denkbar knapp ab. Die Mannschaft um Rückraumshooter Lukas Lohmann, zuvor schon aus der Regionalliga abgestiegen, musste damit auch den Gang in die Verbandsliga verkraften. Eine Saison später ereilte die SGL dasselbe Schicksal. Das letzte direkte Duell im Februar 2025 ging mit 28:25 (13:12) an Deizisau.

Die Gäste starteten unter den Erwartungen mit 1:5 Punkten: 25:32 gegen Oppenweiler/Backnang 2, 31:31 in Laupheim, 34:37 in Gerhausen. Dann kam das 35:29 (17:15) gegen den bis dahin ungeschlagenen TSV Denkendorf. Flügelspieler Yannik Taxis, inzwischen Urgestein beim TSV, besiegelte vor eineinhalb Jahren mit seinem Treffer das 28:25. In Laupheim warf er acht Tore und verwandelte alle sieben Siebenmeter. Max Dannenmann traf gegen Denkendorf neunmal, Lohmann gegen Oppenweiler/Backnang 2 siebenmal. Dieses Trio gilt es in Schach zu halten.

Stuber nimmt den Gegner ernst. „Deizisau hat mit dem deutlichen Sieg gegen Denkendorf ein Zeichen gesetzt, wir sollten gewarnt sein. Ich schätze die Mannschaft stärker ein, als es die Tabelle zeigt. Das Spiel wird nach drei Auftaktsiegen richtungsweisend. Wir müssen an die Abwehrleistungen der ersten drei Spiele anknüpfen und im Angriff noch effektiver werden", schwor er seine Mannschaft ein.

Personell kehren Regisseur Tim Lackinger und Linksaußen Niklas Nagel zurück, beide waren am Wochenende geschont worden. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Yannick Schattner, der sich am Sprunggelenk verletzt hat, und von Benni Fetscher, der grippebedingt kurzfristig ausgefallen war. „Wir müssen weiterhin in jedem Spiel fokussiert bleiben, dagegenhalten und 100 Prozent abrufen", fordert Stuber.

Das Team um Kapitän Mario Kölle braucht am Freitag eine laute Kreuzberghalle, um im Derby gegen Deizisau zu punkten. Anpfiff ist um 20:00 Uhr.