SGL dreht Heimauftakt gegen Herbrechtingen-Bolheim

von MK

Die SG Lauterstein hat auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen. Beim ersten Auftritt vor heimischem Publikum setzten sich die Blau-Gelben nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 32:28 gegen eine über weite Strecken stark auftretende SG Herbrechtingen-Bolheim durch. Der zweite Sieg im zweiten Spiel war am Ende verdient, offenbarte aber auch noch einiges an Verbesserungspotenzial.

Den besseren Start in die Partie erwischten zunächst die Gäste. Zwar gelang es der SGL in der Anfangsphase immer wieder auszugleichen, so richtig angekommen wirkte die Mannschaft um Kapitän Mario Kölle allerdings noch nicht. In der Defensive entstanden zu viele Lücken, während sich Lauterstein im Angriff mit einer mangelhaften Chancenverwertung selbst das Leben schwer machte. Bis zum 6:6 blieb die Partie ausgeglichen, anschließend nutzte Herbrechtingen-Bolheim die Lautersteiner Fehler konsequenter und setzte sich auf 6:9 ab. Trainer Markus Stuber reagierte und nahm die erste Auszeit. Diese zeigte zumindest teilweise Wirkung. Die Blau-Gelben kämpften sich mehrfach wieder bis auf einen Treffer heran, verpassten es jedoch, den Ausgleich herzustellen. Zu häufig blieben gute Möglichkeiten ungenutzt. So ging es mit einem 14:16-Rückstand in die Halbzeitpause.

Ein verdienter Zwischenstand, denn Herbrechtingen-Bolheim präsentierte sich bis dahin als die konsequentere Mannschaft. Gleichzeitig blieb aus Lautersteiner Sicht das Gefühl, dass eigentlich nicht viel fehlte. Ein Gang mehr, etwas mehr Konsequenz vor dem Tor und mehr Zugriff in der Defensive hätten reichen können, um die Partie auf die eigene Seite zu ziehen. In den ersten 30 Minuten gelang genau das jedoch noch nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Die Gäste blieben gefährlich und die SGL musste weiter einem Rückstand hinterherlaufen. Mit zunehmender Spielzeit fand Lauterstein aber immer besser in die Partie. Vor allem die Intensität stieg deutlich und damit kippte langsam auch das Momentum. Drei schnelle Treffer in Folge sorgten schließlich in der 43. Minute beim 22:22 erstmals wieder für den Ausgleich. Die Blau-Gelben hatten endgültig Zugriff auf die Partie gefunden und belohnten sich wenig später. Beim 25:24 in der 46. Minute ging Lauterstein erstmals in Führung. In der Folge wurde die Partie zunehmend hektischer. Doch genau in dieser Phase zeigte die SGL ihre stärksten Minuten. Während Herbrechtingen-Bolheim mit Zeitstrafen zu kämpfen hatte, nutzten die Hausherren ihre Überzahlsituationen konsequent und bauten den Vorsprung erstmals auf drei Treffer aus. Entscheidend war dabei nicht nur die deutliche Leistungssteigerung gegenüber der ersten Halbzeit. Die Blau-Gelben bewahrten auch in einer zunehmend hitzigen Schlussphase die nötige Ruhe und blieben bei sich. Herbrechtingen-Bolheim ließ zwar bis zum Ende nicht locker, die SGL gab die erarbeitete Führung aber nicht mehr aus der Hand.

Am Ende stand ein 32:28 auf der Anzeigetafel und damit der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel. Nach dem Erfolg zum Auftakt in Bittenfeld feierte die Mannschaft von Markus Stuber damit auch einen gelungenen Heimauftakt. Vollends zufrieden war der Lautersteiner Trainer nach der Partie dennoch nicht. Denn auch wenn der Sieg aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit am Ende verdient war, offenbarte der Auftritt über weite Strecken noch zu viele Fehler. Vor allem die Chancenverwertung verhinderte lange Zeit, dass die SGL früher die Kontrolle über das Spiel übernehmen konnte. Unter dem Strich stehen aber die nächsten beiden Punkte und die Erkenntnis, dass die Mannschaft auch einen schwierigen Spielverlauf drehen kann. Am kommenden Samstag wartet die nächste Aufgabe. Dann reist die SG Lauterstein zum Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang 2. Anwurf in Backnang ist um 16:30 Uhr.

SG Lauterstein: Eberhardt (6), Fy. Lackinger (6), Fetscher (4), Helfrich (4), Schattner (4), T. Lackinger (3), Fa. Lackinger (2), Clement (1), Kölle (1), Nagel (1), Bäuerle, B. Lenz, Ziller. Im Tor: Weiland, Steuernagel