SG Lauterstein 2 gibt Derby in der Schlussphase aus der Hand

von MK

Die SG Lauterstein 2 hat das Derby beim TV Treffelhausen denkbar knapp verloren. Vor 350 Zuschauern in der Alb-Sporthalle in Böhmenkirch unterlag die SGL nach einer über weite Strecken starken Vorstellung mit 23:24 (13:11). Dabei führte Lauterstein in der zweiten Halbzeit bereits mit fünf Toren, ehe Treffelhausen die Partie in den Schlussminuten drehte.

Lauterstein erwischte den deutlich besseren Start. Andreas Schuster, Jochen Nagel und Patrick Kümmel sorgten früh für eine 3:0-Führung. Auch eine Unterzahl brachte die Gäste nicht aus dem Rhythmus. Beim 7:2 nach knapp 13 Minuten hatte sich die SGL erstmals deutlich abgesetzt und zwang Treffelhausen zur ersten Auszeit.

In der Folge fand die Heimmannschaft besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand schrittweise. Lauterstein hielt jedoch dagegen und konnte sich immer wieder etwas Luft verschaffen. Kurz vor der Pause stellte Jochen Nagel per Siebenmeter auf 13:9, ehe Treffelhausen mit zwei späten Treffern noch auf 13:11 verkürzte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Lauterstein zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Die Gäste kamen weiterhin zu guten Abschlüssen und setzten sich erneut ab. Andreas Schuster stellte beim 19:14 den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her. Zu diesem Zeitpunkt hatte die SGL die Partie weitgehend unter Kontrolle.

Danach änderte sich das Bild. Treffelhausen erhöhte den Druck, während Lauterstein offensiv zunehmend schwerer zu klaren Abschlüssen kam. Die Gastgeber kämpften sich Tor um Tor zurück und verkürzten innerhalb weniger Minuten auf 19:18. Johannes Edelmann sorgte beim 21:18 noch einmal für etwas Luft, doch Treffelhausen blieb in Schlagdistanz.

Die Schlussphase wurde zunehmend dramatisch. Nach dem 22:20 glichen die Gastgeber beim 22:22 erstmals seit der Anfangsphase wieder aus und gingen wenig später mit 23:22 in Führung. Stefan Trunk antwortete in Überzahl und stellte 54 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 23:23.

Die Entscheidung fiel 15 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter zum 24:23. Lauterstein nahm anschließend noch einmal die Auszeit, konnte dem Spiel in den verbleibenden Sekunden aber keine weitere Wendung geben.

Für die SGL bleibt eine bittere Derby-Niederlage. Über weite Strecken zeigte Lauterstein eine konzentrierte und spielerisch gute Leistung und erspielte sich mehrfach deutliche Führungen. In der Schlussphase fehlte jedoch die nötige Ruhe, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Gerade nach dem 19:14 gelang es zu selten, die Partie weiter zu kontrollieren. Auf der gezeigten Leistung über weite Strecken lässt sich dennoch aufbauen. Künftig gilt es, diese Konstanz über die gesamte Spielzeit auf die Platte zu bringen.