Saisonstart für die SG Lauterstein

von MK

Die Saison 2026/27 ist angerichtet. Nach dem denkwürdig knappen Abstieg aus der Baden-Württemberg Oberliga startet die SG Lauterstein am kommenden Sonntag in die Verbandsliga und betritt damit sozusagen Neuland. Jahrelang war es die Mannschaft gewohnt beispielsweise gegen die HSG Langenau/Elchingen oder den TSV Wolfschlugen zu spielen. Nun geht es in der Verbandsliga gegen neue Gesichter, einige Derbys aber auch gegen alte Bekannte.

Exakt drei Monate stehen zwischen der Abstiegssaison und dieser neuen Saison. Personell gab es bei der SGL mit Marc Allmendinger (HSG Ostfildern), Nico Abele und Georg Alrachid (beide Handballpause) drei Abgänge. Ergänzt wurde der Kader mit Youngster Ben Lenz aus der A-Jugend und Benni Fetscher aus der 1b. Dass die Mannschaft nach einem Abstieg im Wesentlichen so zusammen bleibt, ist ein klares Zeichen für den Zusammenhalt und dem Streben nach Wiedergutmachung.

Die Vorbereitung begann etwas holprig. Nachdem die Positionen auf der Trainerbank geklärt waren, gab es unter anderem nicht mehr viel Zeit um Trainingsspiele zu vereinbaren. Die Mannschaft hielt sich aber vor dem offiziellen Auftakt durch eine selbstorganisierte Laufchallange fit und legte damit einen wichtigen Grundstein für die Saison. Abgerundet wurde die Vorbereitung im Trainingslager im bayrischen Erding. Ein idyllisches Wochenende mit einem guten Härtetest gegen den bayerischen Oberligisten Anzing. Auch die Teambuilding-Maßnahmen kamen nicht zu kurz. Über die Vorbereitung hinweg waren bereits kleine Entwicklungssprünge sichtbar. „Die erste Mannschaft der SGL hatte früher eine eigene DNA, wofür sie bekannt war.“, erklärte Kapitän Mario Kölle: „wir sind gerade dabei für unser Team unsere eigene zu entwickeln.“

Die SGL nimmt als Absteiger in der Verbandsliga eine neue Rolle ein. Speziell in den letzten drei Saisons war man die jagende Mannschaft mit dem Kampf um den Klassenerhalt. Das wird sich jetzt drehen und die SGL wird zum Gejagten. Darauf müssen sich die Blau-Gelben einstellen. Speziell in den Derbys gegen Altenstadt, Reichenbach, Deizisau oder Hofen/Hüttlingen.

Markus Stuber hat sich nach seinem Interimseinsatz dazu entschlossen, das Traineramt bei der ersten Mannschaft fortzusetzen. Zusammen mit Co-Trainer Michael Lackinger hat er sich mit dem Team einiges vorgenommen: „Mein Ziel mit der Mannschaft ist es, jedes Spiel mit mannschaftlicher Geschlossenheit sowie dem Mut, Kampfgeist und den Emotionen der letzten Partien der vergangenen Runde zu bestreiten. Dabei möchten wir als Mannschaft und auch als gesamter Verein wieder die Freude und Spaß versprühen und die Heimspiele in der Kreuzberghalle zu einem Freudentag vergangener Tage machen.“ Auf die Frage zum Saisonziel antwortete er: „Sollte uns dies gelingen und wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist in dieser Saison in der Verbandsliga sehr viel möglich - ja, sogar der Wiederaufstieg in die Oberliga!“

 

Die Blau-Gelben starten am Sonntag auswärts gegen den TV Bittenfeld 3 um 17:00 Uhr.