SG Lauterstein richtet den Blick auf die neue Saison

von MK

Nach dem bitteren Abstieg aus der Baden-Württemberg-Oberliga richtet die SG Lauterstein den Blick auf die Saison 2026/2027. Die neue Runde bedeutet für die Blau-Gelben einen sportlichen Neustart, allerdings keinen personellen Umbruch.

An der Seitenlinie übernimmt Markus Stuber nach seiner Interimslösung in der vergangenen Saison nun fest die Verantwortung. Unterstützt wird er von Michael Lackinger, der neben seiner Tätigkeit als Co-Trainer künftig auch das Torwarttraining verantwortet. Auch bei der zweiten Mannschaft bleibt die Lösung vereinsintern: Christian Stuber übernimmt die 1b gemeinsam mit Matze Koller.

Im Kader gibt es keine externen Neuzugänge. Die Abgänge werden aus den eigenen Reihen aufgefangen. Lucas Lenz, der bereits in der Rückrunde wieder zur Mannschaft stieß, gehört nun wieder fest zur Mannschaft. Ben Lenz rückt nach Abschluss seiner Jugendzeit dauerhaft in erste Mannschaft auf und hinzu kommt ebenfalls Benjamin Fetscher aus der zweiten Mannschaft.  

Bereits seit Anfang Juni arbeitet die Mannschaft an den Grundlagen für die neue Runde. In einer internen Teamchallenge wird bei Lauf- und CrossFit-Einheiten an dem Fundament für die neue Runde gearbeitet. Dies soll helfen, um nach einer verletzungsreichen Vorsaison körperlich stabiler in die Saison zu gehen, bevor mit dem regulären Mannschaftstraining begonnen wird.

Sportlich wartet auf die SGL eine anspruchsvolle Verbandsliga. Mit dem HV RW Laupheim kommt ein Team, das in der vergangenen Saison in der Verbandsliga Staffel 3 bis zum Schluss vorne mitmischte und als Tabellenzweiter in der Aufstiegsrelegation scheiterte. Auch der TSV Deizisau, der TV Reichenbach und die SG Hofen/Hüttlingen gehörten dort zum oberen Drittel. Weiter folgen Gegner wie die SG Herbrechtingen-Bolheim, der TSV Denkendorf und der TV Gerhausen, die ebenfalls aus der bisherigen Verbandsliga kommen und die Liga kennen. Hinzu kommen Mannschaften aus anderen Staffeln und Aufsteiger mit Rückenwind. Der TV Altenstadt gewann die Landesliga Staffel 4 und bringt damit Selbstvertrauen aus einer erfolgreichen Saison mit. Auch der TSV Neuhausen/F. 1898 2 und der HC Oppenweiler/Backnang 2 kommen jeweils als Staffelsieger aus ihren Landesligen. Der TV Bittenfeld 1898 3 qualifizierte sich über die Aufstiegsrelegation für die höhere Klasse. Mit dem SV Fellbach und den SF Schwaikheim stehen außerdem zwei Mannschaften im Feld, die zuletzt in der Verbandsliga Staffel 2 im Einsatz waren.

Für die SGL ergibt sich daraus eine klare Ausgangslage. Die Mannschaft geht mit Oberliga-Erfahrung in die Runde, trifft aber auf eine Liga mit mehreren eingespielten und erfolgreichen Gegnern. Gleichzeitig verändert sich durch den Abstieg auch die eigene Rolle, aus dem Jäger in der Oberliga wird in der Verbandsliga sicherlich häufiger der Gejagte. Entscheidend wird deshalb sein, die eigene Qualität schnell in konstante Ergebnisse zu übertragen und mit dieser neuen Erwartungshaltung umzugehen. Der Abstieg ist verdaut, nun geht es darum, sich in der Verbandsliga neu zu positionieren und schnell in die Erfolgsspur zu finden.