Sieg reicht nicht: SG Lauterstein steigt trotz starkem Saisonabschluss ab

von MK

Hängende Köpfe am Sonntagabend in der Kreuzberghalle. Obwohl die Oberliga-Handballer der SG Lauterstein ihre Hausaufgaben im letzten Saisonspiel gegen den bereits feststehenden Meister aus Unterensingen erledigten und einen souveränen 30:22-Heimerfolg feiern konnten, reichte es am Ende nicht mehr zum Klassenerhalt.

Der direkte Konkurrent aus Söflingen hatte sich durch den Sieg am 1. Mai in Leutershausen und das anschließende Unentschieden in Wolfschlugen noch entscheidend vor die SGL geschoben. Beide Ergebnisse waren aus Lautersteiner Sicht denkbar bitter. Söflingen rettete sich dadurch über den direkten Vergleich.

Für die Blau-Gelben bedeutet das nach 26 Spieltagen Platz 12 mit 23:29 Punkten und damit den bitteren Gang in die Verbandsliga.

Zum Spiel gegen Unterensingen bleibt an diesem Abend fast weniger zu sagen als zur Tabellenkonstellation. Die Mannschaft von Trainer Markus Stuber war von Beginn an da, spielte konzentriert und mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Lauterstein startete gut in die Partie und gab die Führung über die gesamte Spielzeit nicht mehr aus der Hand. Angetrieben vom eigenen Glauben und der Hoffnung, dass Söflingen in Wolfschlugen doch noch patzen könnte, legten die Blau-Gelben einen Auftritt hin, der eines Saisonfinales würdig war. Die SGL zeigte noch einmal, was in dieser Mannschaft steckt. In der Abwehr wurde konsequent verteidigt, im Angriff wurden die Chancen genutzt und auch die Körpersprache und Einstellung stimmte. Unterensingen, bereits vorzeitig als Meister feststehend, fand gegen die entschlossene Lautersteiner Mannschaft nur selten richtig Zugriff.

Spätestens im zweiten Durchgang war klar, die Blau-Gelben würde ihren Teil erledigen. Doch während in der Kreuzberghalle die eigene Aufgabe souverän gelöst wurde, wanderte der Blick immer wieder nach Wolfschlugen. Dort entwickelte sich genau das Szenario, das aus Lautersteiner Sicht nicht hätte eintreten dürfen. Das Unentschieden reichte am Ende beiden Mannschaften: Söflingen zum Klassenerhalt, Wolfschlugen zur Vizemeisterschaft.

Für die SGL blieb trotz des eigenen Sieges nur die bittere Erkenntnis, dass der Heimsieg nicht mehr genug war. So fühlte sich dieser 30:22-Erfolg nach dem Schlusspfiff weniger wie ein Sieg, sondern vielmehr wie eine gefühlte Niederlage an. Die Mannschaft hatte noch einmal alles auf die Platte gebracht, die Fans hatten von der Tribüne aus noch einmal alles gegeben, doch der Lohn blieb aus.

Nach einer Saison mit vielen engen Spielen, bitteren Momenten, einigen Verletzungsausfällen und einem langen Kampf um den Klassenerhalt steht nun der Abstieg fest.

Trotz allem verabschiedeten sich die Blau-Gelben mit Anstand aus der Baden-Württemberg Oberliga. Gerade auch für die Spieler, die die SGL zum Saisonende verlassen werden, wollte die Mannschaft noch einmal ein ordentliches, gemeinsames letztes Spiel zeigen. Das ist ihr gelungen.

In der kommenden Woche folgt hierzu ein ausführlicher Rückblick auf die gesamte Saison sowie die Verabschiedung der scheidenden Spieler.

Ein großer Dank geht an die Fans der SG Lauterstein, die die Mannschaft in den letzten Wochen noch einmal mit voller Leidenschaft unterstützt haben, ob auswärts in Langenau oder zuhause in der Kreuzberghalle. Auch wenn es am Ende leider nicht gereicht hat, war diese Unterstützung alles andere als selbstverständlich. 

SG Lauterstein: Kölle (6), Allmendinger (5), Eberhardt (4), T. Lackinger (4), Clement (3), B. Lenz (3), Fy. Lackinger (2) Helfrich (1), Schattner (1), Ziller (1), Abele, Bäuerle, Fa. Lackinger, L. Lenz. Im Tor: Alrachid, Weiland 

Die Mannschaft bedankt sich herzlich für die Siegprämie bei BMS Finanzkonzepte.