Lauterstein und Söflingen teilen im Kellerduell die Punkte

von MK

Die SG Lauterstein hat es im wichtigen Heimspiel gegen die TSG Söflingen verpasst, den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Im direkten Duell der beiden Tabellennachbarn trennten sich die beiden Mannschaften am Samstagabend in Kreuzberghalle mit 27:27. Ein Ergebnis, mit dem nach dem Schlusspfiff eigentlich keine der beiden Mannschaften so richtig etwas anfangen konnte. Denn vor dieser Partie war die Ausgangslage klar. In diesem Derby zählte für beide Seiten im Grunde nur ein Sieg.

Die SGL fand allerdings zunächst überhaupt nicht gut in die Begegnung. Vor allem gegen die Abwehr der Gäste taten sich die Hausherren in der Anfangsphase schwer. Immer wieder leistete sich die SGL technische Fehler, die Söflingen konsequent bestrafte. So setzten sich die Gäste Mitte der ersten Hälfte auf 8:5 ab und erspielten sich bis zur Pause eine 15:10-Führung.

Doch nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft von Markus Stuber ein anderes Gesicht. Dieser fand die richtigen Worte und stellte sein Team spürbar besser auf die zweite Halbzeit ein. Mit einem 3:0-Lauf direkt nach dem Seitenwechsel war die SGL plötzlich wieder voll in der Partie. Die Kreuzberghalle war sofort da, und auf dem Feld entwickelte sich nun genau der Schlagabtausch, den man in einem Abstiegsduell erwartet. Immer wieder war es Kapitän Mario Kölle, der die Blau-Gelben in dieser Phase die nötige Treffsicherheit gab. Die SGL blieb dran, biss sich Tor um Tor zurück und ließ sich auch von erneuten Rückschlägen nicht abschütteln. Über 19:21 in der 45. Minute arbeitete sich Lauterstein Stück für Stück heran. Als Fynn Lackinger in der 50. Minute zum 23:23 ausglich, war das Spiel endgültig wieder völlig offen. Kurz darauf gingen die Blau-Gelben mit 24:23 sogar erstmals in Führung. Gerade in dieser Phase wäre womöglich noch mehr drin gewesen. Doch mehrere Fehlwürfe verhinderten, dass sich die SGL entscheidend absetzen konnte. Söflingen nutzte das, kämpfte sich zurück und legte in der Schlussphase wieder vor. Die SGL musste also erneut hinterherlaufen. Dass am Ende immerhin noch ein Punkt in Lauterstein blieb, war einmal mehr Mario Kölle zu verdanken, der mit seinem Treffer zum 27:27 den viel umjubelten Ausgleich erzielte. Den letzten Angriff der Gäste verteidigte der Lautersteiner Abwehrverbund dann mit letzter Konsequenz.

So bleibt unter dem Strich ein Unentschieden, das sich aus Lautersteiner Sicht zweigeteilt anfühlt. Nach der schwachen ersten Halbzeit ist dieser Zähler sicherlich als gewonnener Punkt zu bewerten. Mit Blick auf den Spielverlauf im zweiten Durchgang war allerdings deutlich mehr drin. Entsprechend hielt sich die Freude auf beiden Seiten in Grenzen. So richtig helfen dürfte dieses Remis am ehesten dem direkten Konkurrenten, der HSG Langenau/Elchingen. Die SGL steht zwar weiter knapp über dem Strich, hat in den verbleibenden beiden Spielen aber kaum noch Spielraum für Punktverluste. Am kommenden Samstag geht es auswärts in der Pfleghofhalle gegen die HSG Langenau/Elchingen, ehe zum Saisonabschluss Tabellenführer und bereits feststehender Meister SKV Unterensingen in die Kreuzberghalle kommt. Für die SGL ist die Rechnung damit ziemlich einfach: Will man den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, müssen in den verbleibenden beiden Spielen im besten Fall vier Punkte her. 

 

SG Lauterstein: Kölle (12), Clement (3), B. Lenz (3), Allmendinger (2), Fy. Lackinger (2), T. Lackinger (2), L. Lenz (2), Helfrich (1), Abele, Bäuerle, Eberhardt, Lackinger, Schattner, Ziller. Im Tor: Steuernagel, Weiland

Die Mannschaft bedankt sich bei Physio Lauterstein und dem Mauerwerk Süßen für die Torschussprämie