SG Lauterstein sucht weiter nach der Initialzündung
von MKDie SG Lauterstein kassiert in der Beilsteiner Langhanshalle die nächste deutliche Auswärtsniederlage. Beim 38:28 bei der SG Schozach/Bottwartal liest sich das Ergebnis am Ende klarer, als es der Spielverlauf zumindest zeitweise hergab. Wer nur auf das nackte Resultat schaut, könnte meinen, es sei eine Kopie der vergangenen Wochen gewesen.
Doch diesmal war von Beginn an zu spüren, dass die Mannschaft um Kapitän Mario Kölle die Schmach des letzten Heimauftritts vergessen machen wollte. Die Körpersprache stimmte, die Intensität auch. Lauterstein startete mit deutlich mehr Biss und Emotionen in die Partie. Doch wie so oft in den vergangenen Jahren in Beilstein stand ein Mann im Weg: Schozach-Keeper Thomas Fink. Was die Blau-Gelben in der Anfangsphase herausspielten, parierte der Schlussmann der Gastgeber teils souverän. Mehrfach scheiterte die SGL freistehend und nach zehn Minuten lag Lauterstein bereits mit 1:6 zurück und drohte, in alte Muster zu verfallen. Anders als zuletzt stemmte sich das Team von Trainer Andy Frey diesmal jedoch gegen den Negativlauf. Ein wichtiger Impuls kam von einem, der lange gefehlt hatte.
Lucas Lenz feierte nach gesundheitlich und beruflich bedingter Pause sein Comeback. Der Lautersteiner-Junge brachte Energie, Aggressivität und vor allem Leidenschaft aufs Feld. Seine kämpferische Art riss die Mitspieler mit und Lauterstein arbeitete sich Tor um Tor heran, spielte mutiger nach vorne und hielt defensiv besser dagegen. Mit dem 19:16 zur Pause war die Partie wieder offen, und es lag das Gefühl in der Halle, dass hier durchaus etwas möglich ist. Doch der Start in Durchgang zwei misslang erneut. In der Defensive fehlte zunehmend der Zugriff, im Angriff die Tiefe und Durchschlagskraft. Während Schozach/Bottwartal weiter konsequent seine Chancen nutzte, verlor die SGL den Faden. Spätestens beim 27:20 in der 44. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Ein erneutes Aufbäumen blieb aus. Am Ende steht eine 38:28-Niederlage, die aus Sicht der Lautersteiner sicherlich ein paar Tore zu hoch ausfällt.
Positiv bleibt jedoch die Phase vor der Pause, in der die Mannschaft zeigte, dass sie noch lebt, auch wenn es bislang nur in Ansätzen gelingt, diese Energie über 60 Minuten zu präsentieren. Nun kommt das spielfreie Faschingswochenende zur rechten Zeit. Die Köpfe freibekommen und den Fokus wieder finden, denn im nächsten Heimspiel wartet ein echtes Schlüsselduell. Gegen den punktgleichen Tabellenletzten aus Bönnigheim geht es um nicht weniger als den Anschluss an die rettenden Plätze. Dort wird die SG Lauterstein ein anderes Gesicht zeigen müssen und auch wollen.
SG Lauterstein: Kölle (8), Bäuerle (5), Allmendinger (3), Helfrich (3), Fy. Lackinger (3), Abele (2), Clement (2), Fa. Lackinger (1), Lenz (1) Schattner, T. Lackinger Im Tor: Alrachid, Steuernagel, Weiland





