Lautersteins Handballer kassieren bitteren Last-Minute-Ausgleich

von MK

Vergangenen Sonntag stand für die SG Lauterstein zum Abschluss der Vorrunde noch einmal ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Ziel war das Tabellenschlusslicht TSV Bönnigheim. Die Brisanz war eine andere als zuletzt im Derby gegen Söflingen, die Bedeutung aber identisch, ein weiteres Vier-Punkte-Spiel.

Trotz dieser Wichtigkeit erwischten die Blau-Gelben einen klassischen Fehlstart. Nach einer Viertelstunde leuchtete ein ernüchterndes 10:4 von der Anzeigetafel, ein denkbar schlechter Beginn für die SGL. Vor allem im Angriff fehlte zunächst die Durchschlagskraft, während Bönnigheim die Unordnung in der Abwehr konsequent bestrafte. Erst danach fanden die Blau-Gelben besser in die Partie. Mit mehr Zug zum Tor und etwas mehr Stabilität in der Abwehr kämpfte sich Lauterstein zurück und konnte den Rückstand zumindest verkürzen. Zur Pause lag man dennoch mit 18:14 hinten.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein deutlich offeneres Spiel. Angeführt von einem spürbar höheren Kampfgeist gelang es den Blau-Gelben, erstmals seit dem 3:3 in der fünften Minute, wieder auszugleichen. In dieser Phase schien das Momentum zugunsten der SGL zu kippen, die sich kurz darauf sogar eine Zwei-Tore-Führung erarbeiteten. Doch erneut machte sich die SGL das Leben selbst schwer. Zeitstrafen brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Trotzdem bewies das Team von Andy Frey Moral. In doppelter Unterzahl erzielte Luca Helfrich zwölf Sekunden vor Schluss den viel umjubelten Führungstreffer. Die Hypothek der Unterzahl war im letzten Angriff der Gastgeber jedoch zu groß. Mit dem Schlusspfiff kam Bönnigheim durch einen abgefälschten Wurf doch noch zum Ausgleich. Endstand: 30:30, ein Punkt der sich für die SGL eher wie eine Niederlage anfühlte.

Kapitän Mario Kölle lobte nach dem Spiel den großen Kampfgeist und das starke Comeback in der zweiten Halbzeit. Gleichzeitig überwog aus Sicht der SGL der Ärger über den verschlafenen Start, denn in dieser Partie wäre definitiv mehr möglich gewesen, hätte man die ersten 15 Minuten nicht so leichtfertig hergeschenkt.

Kölle (10), Abele (6), Helfrich (5), Bäuerle (3), Clement (3), Lenz (2), Allmendinger (1), Edelmann, Fa. Lackinger, Fy. Lackinger, Schattner. Im Tor: Alrachid, Steuernagel, Weiland