Comeback mit Signalwirkung

von MK

Der 34:29-Auswärtserfolg in Plankstadt war nicht nur der dringend benötigte Befreiungsschlag nach vier punktlosen Spielen in Folge, sondern auch ein moralischer Befreiungsschlag, der in der Mannschaft spürbar für Aufbruchsstimmung sorgt. Vor allem die Rückkehr von Kapitän Mario Kölle war das emotionale Highlight des Abends in Baden. Über ein Jahr musste die SGL auf ihren Kapitän verzichten – und dann liefert er direkt acht Treffer, als wäre er nie weg gewesen. „Das war ein echter Charaktertest und wir haben ihn bestanden“, lobte der Kapitän nach dem Spiel seine Mannschaft. Worte, die hängen bleiben, gerade jetzt, kurz vor dem Jahresabschluss.

Von Beginn an zeigte die SGL endlich wieder jene Konsequenz und Konzentration, die in den letzten Wochen so oft fehlte. Statt eines schnellen Rückstands, wie in den letzten Wochen oftmals üblich, starteten die Jungs von Andy Frey hellwach in die Partie. Bis zur 10. Minute entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Fehlern auf beiden Seiten, doch dann übernahmen die Blau-Gelben Schritt für Schritt das Kommando. Aus dem 4:4 (7.) wurde ein 7:11 (19.), und zur Pause stand ein völlig verdienter 12:19-Vorsprung auf der Anzeigetafel. Grundlage dafür: eine konsequente Angriffsleistung und ein gut aufgelegter Elia Steuernagel zwischen den Pfosten, der vor allem im ersten Durchgang einige wichtige Paraden beisteuern konnte.

Nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles nach Plan zu laufen, bis zur 43. Minute. Dann schlichen sich technische Fehler ein, das Tempospiel der Plankstädter nahm Fahrt auf, und plötzlich war es vor allem Fabian Engels, der die Lautersteiner Defensive immer wieder vor Probleme stellte. Die offensive 3:3-Deckung der Gastgeber tat ihr Übriges, und der Vorsprung schmolz bedenklich. Vom 21:27 (44.) schmolz der Vorsprung auf 27:28 (52.), die Partie drohte zu kippen, das Momentum lag nun klar bei den Wölfen. Doch dann zeigte die SGL genau die richtige Reaktion. Die Mannschaft bewahrte Ruhe, traf klarere Entscheidungen und spielte ihre Chancen wieder disziplinierter heraus. Über 28:30 zogen die Blau-Gelben wieder davon, und in der Schlussphase war es allen voran Torwart Georg Alrachid, der mit mehreren starken Paraden das Spiel endgültig entschied.

Der 29:34-Sieg war am Ende verdient und ein Statement. Mit nun 9:11 Punkten steht die SGL wieder im Tabellenmittelfeld und geht als Siebter ins letzte Spiel des Jahres gegen den Tabellendritten, die SG Hegensberg-Liebersbronn (14:08 Punkte). Der Sieg in Plankstadt kam zur perfekten Zeit und könnte genau die Initialzündung sein, die die SGL im Jahresendspurt gebraucht hat.

 

Es spielten: Allmendinger (9), Kölle (8), Fy. Lackinger (6), Clement (4), Bäuerle (2), Fetscher (2), Abele (1), Eberhardt (1), Lenz (1), Fa. Lackinger, Schattner. Im Tor: Alrachid,  Steuernagel, Weiland