Lauterstein unterliegt im Topspiel

von MK

Die Württembergliga-Handballer der SG Lauterstein haben das Topspiel gegen den VFL Waiblingen mit 27:32 (13:14) verloren. Die erste Heimniederlage kam durch schwache zwanzig Minuten nach der Pause zustande, in denen vor allem die Defensive keinen Zugriff fand. Das Aufbäumen nach dem 21:31 Rückstand in der 51. Minute kam zu spät.

Das Spiel um die zwischenzeitliche Tabellenführung in der Württembergliga begann die SG Lauterstein mit der klassischen 6:0-Formation. Waiblingen hingegen verteidigte mit einer 5:1 und stellte die Gelb-Blauen Angreifer immer wieder vor Aufgaben. Das Spiel entwickelte sich im ersten Durchgang zu einem spannenden Fight, bei dem die genannten Abwehrreihen den Ton angaben. Dahinter zeigte sich Nicolas Jaros im SGL-Tor gut aufgelegt und auch Seeger im Tor der Gäste wusste zu überzeugen. Den ersten Treffer der Gäste konterten Jochen Nägele und Felix Thrun zur ersten Führung der Heimmannschaft. Da die Gastgeber während der ersten 20 Minuten Rückraumshooter Laurenz kaum zu fassen bekamen, stand nach 18 Minuten ein 6:7 auf der Anzeigetafel. Selbst in einer Überzahlsituation war dieser nicht zu stoppen. Da bei den Hausherren verschiedene Spieler erfolgreich waren, blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Im Anschluss lief die SGL aber häufig einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, der durch drei Tore binnen einer Minute in der 24. Minute zur letzten Führung beim 11:10 gedreht werden konnte. Beim 11:12 nahm Gunzenhauser dann seine erste Auszeit und versuchte seine Spieler für die letzten vier Minuten einzuschwören. Den nächsten Gästetreffer konnte er dadurch nicht verhindern, im Angriff zeigte sich nun aber Lucas Lenz durchsetzungsstark und traf mit einem Hüftwurf unmittelbar später zum Anschluss. Nachdem Markus Stuber sich alleine gegen den Kreisläufer der Gäste stemmen musste, wurde er auf die Strafbank geschickt. In Unterzahl zeigte dann Jochen Nägele zum ersten Mal seine Zweikampffähigkeiten und holte eine Zeitstrafe samt Siebenmeter heraus, den er zum 13:14 verwandelte. Da hinten Nico Jaros noch einen Ball parieren konnte, war das gleichbedeutend mit dem Pausenstand.

In die zweite Hälfte starteten beide Mannschaften mit nur sechs Spielern. Die SGL agierte in Überzahl, da für den Keeper ein weiterer Feldspieler ins Spiel kam. Vorne wurde der Ball vertändelt und hinten war Nico Jaros einen Schritt zu langsam, um den Ball des Gegners auf das leere Tor abzuwehren. Nachdem auch der zweite Angriff erfolglos abgeschlossen wurde, verteidigte die SGL den weiteren Angriff der Gäste stark und Jochen Nägele fing den Ball ab. Doch beim Versuch den Ball zu retten gelangte er in die Fänge eines Angreifers der Gäste, dessen Schuss wurde geblockt und fiel einem weiteren Spieler der Gäste in die Fänge - der markierte den ersten drei-Tore Rückstand.  Diese beiden Szenen sollten Symbolcharakter für die nächsten 15 Minuten haben. Lauterstein war in der Defensive fortwährend einen Schritt zu langsam. Da es die Gäste schafften, die gute Abwehrleistung fortzuführen, vergrößerte sich der Rückstand Tor um Tor. Mario Kölle stemmte sich noch dagegen, traf zweimal mit viel Wucht aus dem Rückraum und bediente zudem den starken Felix Thrun am Kreis. Beim 17:22 nahm Hagen Gunzenhauser seine zweite Auszeit. Seine Ansprache verpuffte zunächst und auch eine Umstellung auf eine 4:2 Abwehrformation blieb erfolglos. Bis zum 17:25 wuchs der Rückstand. Im Angriff war nun häufig Endstation beim starken Keeper der Gäste. Erst ein Doppelpack per Siebenmeter von Jochen Nägele beendete den Zwischensprint. Da die Hausherren kurzzeitig in doppelter Überzahl waren, keimte nochmals etwas Hoffnung. Doch selbst dort gelang den Gästen ein Treffer und die Gelb-Blauen verpassten es aufs leere Tor der Gäste zu werfen. Bis zum 21:31 fand die SGL kein Mittel gegen Waiblingen. Nach Mario Kölles Treffer nahmen die Gäste eine Auszeit und Hagen Gunzenhauser fand darin die richtigen Worte. Die Abwehr der Heimmannschaft packte wieder entschlossener zu und im Angriff wurden immer wieder gute Wurfmöglichkeiten herausgespielt. Zweimal Felix Thrun, ein weiteres Mal Mario Kölle und Silas Bäuerle mit einem Doppelpack verkürzten mit sechs Tore in Folge, ehe die Gäste zum 27:32 Endstand trafen.

SGL: Jaros, Wagner; Schmid (1), Stuber, Lackinger, Clement, Lenz (2), Ziller, Kölle (6), Bäuerle (2), Nägele (9/4), Thrun (6), Widmann, Dangelmaier (1)

 

SG Lauterstein:

Tobias Schmid 1, Markus Stuber (1 x ), Lucas Lenz 2 (1 x ), Tim Ziller (1 x ), Mario Kölle 6, Silas Bäuerle 2 (1 x ), Jochen Nägele 9/4, Felix Thrun 6 (1 x ), Marius Widmann (1 x ), Max Dangelmaier 1 (1 x )